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Ayurveda im Alltag

Mein Leben nach der Pulsdiagnose

Vor einigen Wochen durfte ich im Wellnesshotel Engel eine Ayurveda-Konsultation bei Dr. Mishra erleben. Ich war sofort fest davon überzeugt, seine Ernährungs- und Lebenstipps mit in meinen Alltag abseits von Spa-Bereich und Sterneküche zu nehmen. Wie es mir gelungen ist?

Die ersten Tage

Nach meiner Pulsdiagnose fühlte ich mich – wirklich – wie neu! Frische Energie füllte meinen Körper und ich hatte richtig Lust, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen. Also ging ich tags darauf sofort in den Bioladen, kaufte mir ayurvedische „Basics“ wie Haferflocken, Ingwer, Garam-Masala, Basmatireis und Grünen Tee. Ich erstand drei prall gefüllte Tüten mit Gemüse – wohl darauf bedacht, nur jene Sorten zu kaufen, die ich laut Dr. Mishra auch essen durfte. Dann kochte ich Reis en masse, stellte ihn kühl, ließ das Porridge aufquellen, zauberte ein Apfel-Birnen-Kompott (diese zwei Obstsorten sollte ich gekocht zu mir nehmen) und fühlte mich wie der gesündeste Mensch auf Erden!
Die nächsten Tage stand mittags Basmatireis in allen Variationen auf meinem Speiseplan. Mit Zucchini, mit Karotten, mit Kräutern oder Truthahnfleisch servierte ich ihn mir. Ich trank lauwarmes Wasser, zu kalt sollen Getränke bei Vata-Menschen nämlich nicht sein, und Grünen Tee mit etwas Agaven-Sirup. Zum Frühstück gab es Porridge mit Apfel-Birnen-Kompott, gesüßt mit etwas Kokosblütenzucker, und abends bereitete ich eine Gemüsepfanne zu oder kochte leckere Zoodles mit Mandelmus-Sauce. Gleich nach dem Aufstehen und kurz vorm Schlafengehen vollzog ich sorgsam meine Atemübungen und ich muss sagen – es tat sich was in meinem Körper. Natürlich haben sich zwischendurch auch kleine kulinarische „Sünden“ eingeschlichen, ein Keks hier, ein Stück rohes Gemüse dort. Die ließ ich mir aber mit gutem Gewissen durchgehen, schließlich wollte ich mich ja auch nicht kasteien! Es ging mir darum, mich einfach generell viel bewusster zu ernähren.

Es tut sich was!

Erinnern Sie sich noch? In meinem letzten Beitrag habe ich davon geschrieben, dass ich – wohl aufgrund einer Blutarmut – immer schon reichlich früh abends einschlief. Nun, das änderte sich tatsächlich schon nach wenigen Tagen ayurvedischen Lebens. Zumindest fühlte ich mich nach einem normalen Arbeitstag nicht mehr gleich total k.o., ich konnte meine Abende also endlich wieder genießen! Und ich fühlte sogar, wie sich meine Atemwege etwas befreiten. Das waren nur kleine Schritte, natürlich, aber sie motivierten mich ungemein! So zog ich sie durch, Dr. Mishras Tipps, wochenlang.

Und irgendwann ...

Nach einigen Wochen und tollen Fortschritten ließ ich locker. Das lag weniger daran, dass es mir zu anstrengend wurde, denn das war es eigentlich gar nicht. Ich vergaß die Atemübungen morgens, einfach so, zwischen Tür und Angel, sozusagen. Abends ließ ich sie aus, weil ich länger arbeiten musste und danach an gar nichts mehr denken wollte, nicht mal mehr daran, richtig zu atmen. Die „Normalkost“ schlich sich langsam wieder ein, weil ich zum Essen eingeladen wurde und nicht mit Extrawünschen nerven wollte, weil ich nicht immer für mich separat kochen wollte und meine Familie nicht nur ayurvedisch essen wollte. Trotzdem hab ich die ayurvedischen Tipps nicht vergessen, nein, ganz im Gegenteil: Meine Mitschrift von der Pulsdiagnose klebt immer noch an der Wand, wo ich sie jeden Tag sehen kann. Ich weiß auswendig, welches Gemüse ich essen darf, welches Obst ich meiden sollte, wie stark ich meine Speisen würzen darf.

Was geblieben ist:

Nun, obwohl ich zwischendurch wieder rohes Gemüse esse, versuche ich bei jeder Gelegenheit, gekochtes Gemüse vorzuziehen. Obwohl ich rotes Fleisch esse, ist das eher eine Ausnahme – und diese bestätigt die Regel: Wenn es geht, wenn ich also für mich wählen darf, dann wähle ich das ayurvedisch Richtige, ganz instinktiv. Ich trinke Mandelmilch statt Kuhmilch, kaufe Truthahnschinken statt Rohschinken, esse keinen Speck mehr und irgendwie fehlt mir der auch gar nicht. Und obwohl ich keine Atemübungen mehr mache, gönne ich mir vermehrt Verschnaufpausen. Achte darauf, tief zu atmen, denn was tiefer geht, das währt länger. Was geblieben ist von meinem Ayurveda-Tag und von Dr. Mishras Pulsdiagnose, das ist ein gestärktes Bewusstsein. Und ein richtig gutes Gefühl! Und so ist mein Leben zwar nicht Ayurveda. Aber Ayurveda in meinem Leben.
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